Wasser aus vielen Quellen – ein Bekenntnis

31.05.2026

Die ökumenische Vesper im Grossmünster setzte den geistlichen Schlusspunkt des Bistumstags Zürich/Glarus. Auch Vertreter der Neuapostolischen Kirche nahmen an der Feier teil.

Mit einer ökumenischen Vesper im Grossmünster Zürich endete am Sonntag, 31. Mai 2026, der Bistumstag Zürich/Glarus. Zuvor hatten sich im Zürcher Hauptbahnhof zahlreiche Gläubige zu Gottesdienst und Begegnung versammelt.

Am späten Nachmittag führte der Weg vom Hauptbahnhof ins Grossmünster. Dort kamen Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Kanton Zürich (AGCK ZH) zum gemeinsamen Gebet und Gesang zusammen. Zu ihnen gehörte auch Bischof Rudolf Fässler.

Eine besondere liturgische Handlung prägte die Feier: Sie gossen Wasser in ein Taufbecken und sprachen Sätze aus dem Glaubensbekenntnis von Nicäa. Dies erinnerte an die Taufe als verbindendes Element unter Christen.

Der römisch-katholische Bischof von Chur, Joseph Maria Bonnemain, deutete die ökumenische Feier als erfüllenden Moment des einjährigen Weges durch das Bistumsjahr. Die reformierte Kirchenratspräsidentin Pfarrerin Dr. Esther Straub hob hervor, dass das Grossmünster an diesem Tag zu einem Raum gelebter Ökumene wurde, in dem Verschiedenheit im gemeinsamen Glauben vor Gott zusammengeführt wird.

Die Vesper machte die ökumenische Verbundenheit im gemeinsamen Gebet, im Glaubensbekenntnis von Nicäa und in der Tauferinnerung sichtbar.